Wieder stand ihnen die Freude am Singen und Gestalten im Gesicht, wollten sie Alltagssorgen vergessen lassen und dennoch in Texten mahnen. Sympathisch vermittelten Moderatorin und Chorleiter in Geschichten die Geschichte nordamerikanischer Farbiger afrikanischen Ursprungs in Liedern biblischen Glaubens. Dies erzählten traditionelle Spirituals und moderne Gospels, speziell arrangiert für einen eigenen Chor. Anspruchsvoll und mit wenig Bekanntheitsgrad war ihr aktuelles Programm, eben eins mit vorwiegend Hörcharakter. Es ließ die Gäste zumeist ergriffen lauschen, wenn etwa "I will sing praises" verhalten beginnend sich allmählich in ekstatische Höhen steigerte und schwebend ins Kirchenhaus stieg. Aggressiv und fordernd sangen sie Spirituals afrikanischen Ursprungs. Im typischen Vorsänger-Chor-Wechsel und mit bewundernswerter Ausstrahlung gelangen "Jesus in the light" oder das mitreißende "Go down Moses". Da standen die ersten jungen Leute in den Bänken, sprang der Funke ins Publikum. Wenn auch das Mitsingen trotz Animation schwach blieb, das von Gerhard Albrecht für Frau Schierz angestimmte Geburtstagsständchen war erfolgreich. Immerhin Hände zum Klatschen, ob beim Rhythmus oder Beifall, wurden wieder aktiv. Ein perfekt arrangiertes Medley mit Taufliedern für Erwachsene überzeugte, brachte neue Sichten. Mit Inbrunst und Pathos wuchsen moderne Gospels wie "Jesus I love you" und andere Lobgesänge zu Glanzlichtern. A-Capella-Gesang vom Feinsten klang auf und erhielt Super-Ovationen. Und Chorleiter Gerhard Albrecht war sein engagiertestes Mitglied. "Potters house" (das Haus des Töpfers) mit Duettgesang wurde zum schönsten Renner. Die Mitglieder des Chores wissen, was sie singen und lassen mit Final-Power das Schwingen der stimmungsgeladenen Songs in Herzen und Seelen der Gäste wuchern. Aber ehrlich, ab und an ein traditionell-jazziger Ohrwurm zum Mitsingen hätte den Gästen schon gut getan. |
Freitag, 26. September - 20.00 Uhr, Christuskirche Bischofswerda
SPIRITUAL & GOSPEL mit dem Nürnberger Gospelchor
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